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Stahlpark Riedersbach
Assoziationen,
die in dem Spannungsfeld zwischen HighTech und Steinzeit liegen, kommen
dem Initiator Karl Heinz Schönswetter beim Durchwandern des von ihm 1995
gegründeten Stahlparks, in dem sich Schlag auf Schlag die rostigen Stahlplastiken
in ihrer Monumentalität und ihrem unbezwingbaren materiellen Dasein präsentieren.
Zu finden
ist dieser Stahlpark sehr einfach: Auf dem Weg von Salzburg nach Burghausen
passiert man zwischen Riedersbach und Ostermiething den riesigen Turm
der Energie AG und findet wenige Meter später einen kleinen Wegweiser
nach links, den Eingang zum Stahlpark. (siehe Anfahrtsplan unter Kontakt)
Im Zentrum
des Parks befindet sich ein großer Schrottplatz mit vielen Eisenteilen,
die auf Paletten geordnet zur Verfügung stehen und im Sommer von den dort
arbeitenden Künstlern verarbeitet werden. Direkt daneben dient die schon
berühmte Gipshalle mit ca. 2000 m² als großes Atelier für metallbearbeitende
KünstlerInnen und als Aufführungshalle für alljährliche großangelegte
Abschlussevents der Stahl-Symposien. In der Betriebszeit der Kraftwerke
werden in der Halle Gipsbriketts gelagert, die bei der Rauchgasreinigung
anfallen und an die Bauindustrie abgegeben werden.
 
Gegenüber
befindet sich die Container-Anlage mit kleinen Stahlplastiken - quasi
Skizzen in Stahl. Sie wird als Treffpunkt und zur Bewirtung der arbeitenden
KünstlerInnen im Sommer genutzt. Im Süden, gegenüber der Gipshalle und
direkt im Zentrum des Parks, befindet sich die Nassmahlanlage. Um diesen
Block herum erstreckt sich der obere Teil des Stahl-Parks mit sehenswerten,
mittelgroßen bis großen Stahlplastiken. Das Ausstellungsgelände zieht
sich Richtung Norden hin bis zur rekultivierten Asche-Lagerstätte, der
ehemaligen Aschedeponie, neben der Glashausanlage. Vom Zentrum des Parks
aus geht es Richtung Süden hinunter in das Augelände, das sich bis zur
Salzach (Richtung Westen) erstreckt. Dieser sogenannte "Kirchmayer-Highway"
ist größtenteils mit monumentalen Stahlplastiken des Linzer Bildhauers
Wolfgang Kirchmayer bestückt.
Die Aufstellung
und Ordnung der Stahlplastiken ergibt sich aus den jährlich neu entstehenden
Stahlplastiken, die die Künstler zur Verfügung stellen, aber in ihrem
Besitz bleiben und angekauft werden können. In den meisten Fällen geschieht
die Standortsuche für die fertige Plastik durch Karlheinz
Schönswetter, dem Initiator, und die Aufstellung erfolgt durch die
Mithilfe der Energie Ag und ihrer Mitarbeiter.
In diesem außergewöhnlichen Sponsoring-Projekt, ist die Energie AG seit
10 Jahren bemüht, die Arbeitsbedingungen für die Sommer-Symposions-Künstler
so ideal wie möglich zu gestalten und bei der Realisierung größerer Arbeiten
technische Hilfestellung zu leisten.
Der
Betrachter dieser jährlich wachsenden Dauerausstellung darf erfinderisch
sein und sich - auch gedanklich - einen eigenen Weg durch den Park suchen.
Diese Suche ist eine der wichtigsten Lehren, die die Kunst des 20. Jahrhunderts
in ihren pluralistischen Ausformungen für den Einzelnen und für die Geschichte
geliefert
hat.
  
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