Der Initiator Karlheinz Schönswetter (1941-2006)

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Der Stahlpark in seiner jetzigen Erscheinung wäre nicht entstanden ohne die großen Visionen und aufopfernden Tätigkeiten eines einzelnen vielseitig begabten, ja begnadeten Mannes: Karlheinz Schönswetter. Wenn er im Juli/ August jeden Jahres in der Gipshalle der Energie AG Riedersbach in blauer Arbeiterkluft mit Zigarillo und Kapitänsmütze erscheint, dann erlebt man ihn in seinem Element: bei der Reparatur eines Schutzgasgerätes mitten im Eisenstaub, bei Organisationstätigkeiten, Eisenteile da und dorthin verlagernd, bei fachmännischen Ratschlägen handwerklicher, technischer oder künstlerischer Art, bei Schweißarbeiten an eigenen Stahlplastiken oder beim Unterhalten der Tischgesellschaft in der Mittagspause.
Unvorstellbar zahlreich und vielseitig sind die Projekte und Werke, die der ideensprühende Künstler, Kunstpädagoge und Kunstvermittler schon in die Welt gesetzt hat. Während seiner Lehrerausbildung an der HBLA in Salzburg zog es ihn schon in jungen Jahren in die KFZ-Werkstätten der Umgebung. Nach ca. 20-jährigem Dienst an Volks-, Haupt- und polytechnischer Berufsschule, wird er 1981 Hauptschuldirektor in St.Pantaleon (Oberösterreich), wo er zusammen mit dem Architekten F. Brandstätter die "Schule am Hang" entwirft: eine Schule, die speziell auf die besonderen Bedürfnisse des Kunst- und Werkerzieherunterrichts abgestimmt ist. In dieser Zeit ist Karlheinz Schönswetter vielseitig aktiv in der Arbeit der OÖ Kunst- und Werkerzieher, ist sowohl Leiter zahlreicher Fortbildungsveranstaltungen als auch Herausgeber und Mitbegründer von Fachzeitschriften.
Gründungen von über 150 oberösterreichischen Schulgalerien seit 1987 sind auf ihn zurückzuführen, sowie zahlreiche Anstrengungen im Bereich der Vermittlung zeitgenössischer Kunst als Bezirkskulturreferent des Bezirkes Braunau.
1988 wird schließlich die Galerie im Kraftwerk (ehemals OKA)auf seine Bemühungen hin gegründet und ein Jahr später erfolgt die Idee, ein Symposion ins Leben zu rufen. In diesem Jahr lässt er sich vom Schuldienst karenzieren und arbeitet als freischaffender Kunst- und Kulturberater, bis er 1994 an das Pädagogische Institut in Linz berufen wird, mit der Aufgabe, eine "Stabsstelle für Kunst und Kultur an Oberösterreichs Schulen" aufzubauen und zu leiten. In den letzten Jahren hat er sich kontinuierlicher Arbeit im Bereich der Kunsterzieherfortbildung gewidmet, zahlreiche Galerien gegründet, grenzüberschreitende Kunstprojekte mit Wirtschaft und Industrie durchgeführt und schließlich jährlich die Stahlsymposien in Riedersbach (Energie AG) geleitet.
Ein zusätzliches privates Projekt, das er seit einigen Jahren mit wachsender Begeisterung betreut und auch für eigene künstlerische Zwecke nutzt, ist das Farbwerk Radegund. Hier arbeitet er selbst künstlerisch an monumentalen Malereien und organisiert Malertage und Events.
Große Visionen von Karlheinz Schönswetter zum Thema Kunst- und Kulturarbeit wurden Realität: zahlreiche Einzelprojekte, eigene Kunstproduktionen, kreative Kinderbetreuung und Erwachsenenbildung, Lehrerausbildung, Kuratorentätigkeit und Kulturberatung für Firmen beweisen es durch ihre Existenz und Qualität.